Burnout

Was früher als Erschöpfungsdepression bekannt war, nennt sich heute Burnout und meint im Kern noch immer das Gleiche: Bedingt durch dauerhaft anhaltenden Stress gerät der zunächst für seine Arbeit entflammte Mensch in einen Prozess körperlicher, emotionaler und psychischer Erschöpfung. Ein Zustand der sich anfühlt, als wäre man regelrecht ausgebrannt.

Burnout ist keine eigenständige Krankheit, sondern beschreibt vielmehr einen Zustand tiefer Erschöpfung, der meist einhergeht mit einer Vielzahl unterschiedlicher Symptome, die sich auf den genannten drei Ebenen abbilden. Neben der körperlichen Symptomatik bestehen beim Burnout unter anderem häufig depressive Verstimmungen, starke Ängste und Überforderungsgefühle, Panikzustände und Schlafstörungen.

Burnout entsteht nicht über Nacht. Es ist ein schleichender Prozess. Dieses Erschöpfungssyndrom zeigt sich bei keinem Menschen in gleicher Weise. Es ist zunächst individuell in Entstehung und Verlauf und verlangt eine ebenso individuelle Behandlung.

Die Symptome bei einem Burnout machen auf das aufmerksam, was so dauerhaft nicht unbeschadet weitergehen kann. Das Symptom ist das Sprachrohr des Körpers, welches dem Betroffenen genau mitteilt, wohin der Raubbau am eigenen Körper führt und dass es höchste Zeit für Veränderung ist.

Bewältigung von Burnout
Die Bewältigung von Burnout verlangt Zeit- manchmal fast so lange wie es gedauert hat, um in diese Entwicklung hineinzuwachsen. Aufgrund der vielschichtigen Symptomatik muss vor Beginn einer Psychotherapie unbedingt ärztliche Abklärung erfolgen.

Prävention
Wenn Sie bereits einen Burnout erlebt haben oder vermuten, sich in einer solchen Entwicklung zu befinden, ist es sinnvoll, im Gespräch einen genaueren Blick darauf zu werfen und mit für Sie stimmigen präventiven Maßnahmen gezielt entgegen zu steuern.

Nachsorge
Das berühmte “Hamsterrad” im Burnout-Geschehen stellt eine Zeit langer Erfahrung dar. Je öfter wir eine Erfahrung gemacht haben, umso stärker sind wir versucht, nach einer Veränderung, auf die alte Erfahrung zurückzugreifen. So kann es geschehen, wieder in das Fahrwasser des Burnout zu geraten. Es ist sinnvoll im Anschluss an die eigentliche Behandlung eine Nachsorge anzuhängen.